post work society

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Szenarien

Drei Bilder davon, wie Linz in 10 bis 20 Jahren aussehen könnte, wenn KI und Robotik einen großen Teil der heutigen Arbeit übernehmen. Keine Vorhersagen, sondern Denkwerkzeuge: Woran würden wir merken, in welchem Bild wir gerade leben – und was können wir heute tun?

A · Abbruch

Die Technik ist schneller als die Gesellschaft.

Annahmen

Automatisierung kommt rasch, Gewinne bleiben bei wenigen, Politik reagiert spät.

So sieht Linz aus

Pendlerjobs fallen weg, Arbeitslosigkeit steigt, die Lohnsumme sinkt – und mit ihr die Kommunalsteuer. Die Stadt muss sparen, wo sie investieren sollte. Das Vertrauen in Institutionen leidet.

Woran wir es merken

Arbeitslose im Bezirk Linz steigen mehrere Jahre in Folge deutlich. Kommunalsteuer sinkt trotz Inflation. Beschäftigte in der gewerblichen Wirtschaft gehen stark zurück.

Was Linz heute tun könnte

Frühwarnsystem aus Arbeitsmarkt- und Steuerdaten. Abhängigkeit des Budgets von lohnbezogenen Abgaben offenlegen und Alternativen durchrechnen.

B · Übergang

Weniger Arbeit, gut verteilt.

Annahmen

Automatisierung kommt schrittweise; Sozialpartnerschaft, Umschulung und kürzere Arbeitszeiten federn ab.

So sieht Linz aus

Linz bleibt Industriestadt, aber mit weniger und anderen Jobs. Viele arbeiten kürzer, lernen öfter neu, wechseln leichter. Arbeit verschiebt sich zu Pflege, Bildung, Handwerk und Technik.

Woran wir es merken

Beschäftigung bleibt stabil, die durchschnittliche Arbeitszeit sinkt. Weiterbildung wächst. Neue Berufsbilder entstehen in Betrieben und Hochschulen.

Was Linz heute tun könnte

Pilotprojekte mit kürzerer Arbeitszeit in städtischen Betrieben. Bildungsangebote, die Arbeit und Lernen verbinden. Betriebe, Universitäten und Stadt an einen Tisch.

C · Überfluss

Die Maschinen arbeiten, die Gewinne werden geteilt.

Annahmen

Produktivitätsgewinne werden breit verteilt – über Grunddienste, Beteiligung oder eine Bürgerdividende.

So sieht Linz aus

Wohnen, Mobilität, Bildung und Gesundheit sind für alle gesichert. Frei werdende Zeit fließt in Kultur, Gemeinschaft und Stadt. Frei werdende Flächen – Parkplätze, Zufahrten, Bürohäuser – werden zu Lebensraum.

Woran wir es merken

Grunddienste werden ausgebaut, Einkommen hängen weniger am Lohn. Ehrenamt und Kultur wachsen. Flächen werden umgewidmet und entsiegelt.

Was Linz heute tun könnte

Mutige Projekte auf städtischen Flächen. Modelle für Bürgerbeteiligung an Gewinnen aus Automatisierung prüfen. Linz als Labor sichtbar machen.