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Dossiers

Jedes Dossier nimmt eine Teilfrage auf: Was wissen wir für Linz, was ist offen, wo wird es spannend? Die Dossiers wachsen laufend – derzeit stehen die Leitfragen und die ersten belegten Fakten.

01 · Dossier in Arbeit

Arbeit & Industrie

Linz als Industrie- und Pendlerstadt: Welche Arbeit verschwindet zuerst, welche bleibt, welche entsteht?

Leitfragen

  • Welche Tätigkeiten in Linzer Betrieben sind heute schon technisch automatisierbar – in Produktion, Verwaltung, Handel, Logistik?
  • Was bedeutet es für eine Stadt, in die täglich Zehntausende zur Arbeit pendeln, wenn diese Arbeitsplätze weniger werden?
  • Welche Arbeit bleibt menschlich – Pflege, Handwerk, Kultur, Beziehung?

Was wir wissen

In der gewerblichen Wirtschaft von Linz waren im Juli 2025 104.033 Menschen unselbständig beschäftigt (2024: 104.966).

Im Arbeitsmarktbezirk Linz waren im Dezember 2025 11.795 Menschen arbeitslos vorgemerkt – 4,5 % mehr als ein Jahr davor.

Oberösterreich zählte im Dezember 2025 rund 681.000 Beschäftigte, praktisch gleich viele wie im Vorjahr.

02 · Dossier in Arbeit

Einkommen & Verteilung

Was ersetzt den Lohn als Einkommen – und wovon lebt die Stadt, wenn ihre wichtigste Steuer an Löhnen hängt?

Leitfragen

  • Grundeinkommen, Grunddienste oder Beteiligung an Unternehmen: Welches Modell passt zu Österreich und zu Linz?
  • Die Kommunalsteuer wird auf Löhne erhoben. Was passiert mit dem Stadtbudget, wenn die Lohnsumme sinkt?
  • Was kann eine Stadt selbst tun – und was nur Bund und EU?

Was wir wissen

Linz nahm 2024 rund 199,4 Mio. Euro an Kommunalsteuer ein (2023: 187 Mio.). Diese Abgabe zahlen Betriebe auf die Löhne ihrer Beschäftigten.

In Finnland lief 2017–2018 ein Grundeinkommens-Versuch; berichtet wurde vor allem ein besseres Wohlbefinden der Teilnehmenden.

03 · Dossier in Arbeit

Stadtraum

Flächen, die frei werden oder anders gebraucht werden: Donauufer, Verkehrsachsen, Gewerbegebiete.

Leitfragen

  • Wenn weniger gependelt wird: Was wird aus Parkplätzen, Zufahrten, Bürohäusern?
  • Wie wird aus Restflächen Stadtqualität – am Wasser, zwischen den Stadtteilen, entlang der Autobahn?
  • Wer entscheidet über solche Flächen, und wie schnell?

Was wir wissen

Das Urfahraner Marktgelände ist rund 36.500 m² groß – etwa dreimal so groß wie der Hauptplatz – und liegt auf mehr als 400 Metern direkt an der Donau. Das ganze Areal liegt im Hochwasserabflussbereich, was Bauten stark einschränkt.

Auf der Plattform „Mein Linz“ der Stadt kamen 2017/18 in zwei Monaten 120 Ideen von mehr als 1.640 Nutzerinnen und Nutzern zusammen. Am beliebtesten: breite Sitzstufen am Donauufer nach Zürcher Vorbild.

04 · Dossier in Arbeit

Zeit & Sinn

Arbeit gibt Einkommen, aber auch Struktur, Anerkennung und Gemeinschaft. Was davon lässt sich ersetzen?

Leitfragen

  • Was tun Menschen mit gewonnener Zeit – Kultur, Ehrenamt, Sport, Pflege, Lernen?
  • Welche Orte in Linz zeigen schon heute, wie Arbeit und Freizeit, Kunst und Technik zusammengehen?
  • Wie verhindern wir, dass weniger Arbeit vor allem Einsamkeit bedeutet?

Was wir wissen

Fakten zu diesem Dossier werden gerade gesammelt.

05 · Dossier in Arbeit

Bildung

Wofür lernen wir, wenn Ausbildung nicht mehr in erster Linie auf einen Beruf vorbereitet?

Leitfragen

  • Was sollen Kinder heute lernen, damit sie 2045 ein gutes Leben haben?
  • Welche Rolle spielen Universitäten und Schulen in Linz für den Übergang?
  • Wie wird lebenslanges Lernen etwas, das Freude macht – und kein Zwang?

Was wir wissen

Die IT:U (Interdisciplinary Transformation University) in Linz plant einen neuen Campus für 5.000 Studierende. Im Oktober 2025 begannen knapp 40 Master-Studierende ihr Studium; am Forschungscampus arbeiten 27 Professorinnen und Professoren mit rund 40 Doktorandinnen und Doktoranden.

06 · Dossier in Arbeit

Steuerung & Beteiligung

Wer entscheidet über den Übergang – und wie schnell kann eine Stadt handeln?

Leitfragen

  • Wie lassen sich große Veränderungen planen, wenn Zuständigkeiten zwischen Stadt, Land und Bund verteilt sind?
  • Welche Formen der Beteiligung funktionieren wirklich?
  • Was heißt „Abundance“ für Linz: bauen und ermöglichen statt verhindern?

Was wir wissen

Beim Urfahraner Marktgelände ist die Stadt nach eigener Darstellung in manchen Fragen auf die Zustimmung von Land Oberösterreich, Bund oder via donau angewiesen.

Das Buch „Abundance“ von Ezra Klein und Derek Thompson (2025) beschreibt, wie Regeln und Verfahren Bauen und Fortschritt bremsen – ein Denkanstoß für dieses Dossier.